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Mini-Test: Winterhandschuhe vs. Unterziehhandschuhe

Nichts ist gemeiner, als wenn die Finger zu Eis werden. Bei kühleren Temperaturen kennt das nahezu jeder Motorradfahrer. Als erstes werden immer die Finger kalt. Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Winterhandschuhe vs. Unterziehhandschuhe für's Motorrad
Winterhandschuhe vs. Unterziehhandschuhe für’s Motorrad

Nachdem wir schon einige Male gefragt wurden und uns die Köpfe heiß diskutiert hatten, was denn wohl wärmer hält und besser funktioniert, haben wir einfach selbst Hand angelegt und getestet.

Wir haben uns vorgeknöpft: Winterhandschuhe (Vanucci VC1 – Konstenpunkt 129 Euro) vs. Unterziehhandschuhe (Probiker Seide – Kostenpunkt 10 Euro). Die Unterziehhandschuhe haben wir unter dem Vanucci VRH-2 getestet. Ein reiner Sporthandschuh ohne Futter oder sonstige Komfort-Zusätzen.

Winterhandschuhe

Winterhandschuhe sind eine feine Sache. Reinschlüpfen und wohl fühlen. Der VC 1 ist unfassbar kuschlig und im Laden führt er sofort zu schwitzigen Händen, was davon zeugt, dass er wirklich, wirklich warm ist. Die Bewegungsfreiheit der Hände ist ein wenig eingeschränkt, aber der Greiftest im Laden gibt grünes Licht. Es besteht ja auch noch die Hoffnung, dass er sich bei den ersten Fahrten ein wenig einnudelt. Schade ist, dass der Handschuh nicht vorgekrümmt ist. Aber das darf man in dieser Preisklasse wohl nicht voraussetzen. Bei der Anwendung unter realen Bedingungen sieht es etwas anders aus. Gerade auf einem Supersportler nicht der Handschuh der Wahl. Die Hände erinnern eher an Tanzbärentatzen und ein wohldosiertes Kuppeln und Gas geben ist eher ein Glückspiel. Aber: Die Hände sind flauschig warm. Unser Fazit: Auf einer gemütlichen Maschine, die nicht allzu giftig am Gas hängt und die kleine Kupplungs-Unschärfen verzeiht, absolut top und vor allem warm. Auf dem Supersportler nur dann geeignet, wenn es hindernisfrei gerade aus geht.

Wärmer: Unterziehhandschuhe und Sporthandschuhe
Wärmer: Unterziehhandschuhe und Sporthandschuhe

Unterziehhandschuhe

Ganz dünn und unscheinbar kommen die Unterziehhandschuhe daher. Ein wenig Gefrikel beim Anziehen, da die dünne Seide sich fantastisch mit den Klettverschlüssen der Sport-Handschuhe anfreundet. Wenn man erst mal drin ist: Angenehm. Sie tragen unter den eigentlichen Handschuhen kaum auf. Wenn man sich fünf Minuten an das ein wenig fluffigere Innengefühl herangetastet hat, sind sie fast vergessen. Die Bedienung der Armaturen und Brems- und Kupplungshebel läuft als wären sie gar nicht da. Dennoch: Die Hände bleiben deutlich länger warm und das luftgekühlte Leder der Außenhandschuhe schlägt viel später auf die Haut durch. Unser Fazit: Beim An- und Ausziehen ein wenig lästig, aber durchaus geeignet bei Fahrten, die um die 2 bis 3 Stunden ohne Aufwärmphase auskommen müssen. Für die Polarexpedition reicht es allerdings nicht.

Wir sind neugierig auf eure Erfahrungen. Womit seid ihr bei kühleren Temperaturen unterwegs?

 

Dieser Artikel ersetzt keine Kaufberatung in einem Fachgeschäft. Er gibt lediglich unsere persönlichen Eindrücke wieder.

 

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