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Bei starkem Wind sicher mit dem Bike unterwegs

Gerade im Herbst oder im Frühjahr werden wir unterwegs oft von starken Windböen überrascht. Nicht genug, dass Blätter um ums herumwirbeln, auch Seitenwinde können ganz schön tückisch sein.

Verkehr im Herbst
Sicher Motorrad fahren bei Wind

Manchmal kommt der Wind ganz tückisch aus dem Hinterhalt. Eben war es noch ganz gemütlich und hinter der nächste Ecke weht es uns fast vom Bike. Gegen den Wind als Naturgewalt sind wir machtlos. Aber du kannst vorbereitet sein.

Festhalten

Allererste Devise, wenn es so richtig auffrischt: Festhalten. Zum einen solltest du deinen Lenker jetzt ausnahmslos mit beiden Händen festhalten. Wenn du hier lässig bist, kann es dich schon mal aus der Spur werfen. Sitze aktiv, d.h. mit ausreichend Körperspannung, und klemme dich zusätzlich mit den Knien fest. Nicht übertreiben, aber ein guter Knieschluss macht das ganze gleich angenehmer und die Sitzposition stabiler. Zusätzlich kannst du dich noch ein wenig kleiner machen und ducken, um dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Verkrampfe dich jedoch nicht und versuche, im Körper möglichst flexibel zu bleiben. Krampfhaft gegen den Wind zu arbeiten bringt nichts, macht dich aber sehr schnell müde.

Flatternde Teile sichern

Wenn du mit Rucksack unterwegs bist, ziehe die Gurte ein wenig fester. Schließe auch alle Reißverschlüsse an deiner Jacke – sonst wirst du ruck-zuck aufgeblasen wie ein Flughörnchen – und stecke Bändchen (z.B. von einer Kapuze etc.) und Halstuchenden irgendwo sicher in die Jacke. Alles was flattert wird jetzt sehr unangenehm und macht dir das Leben schwerer.

Nicht zu schnell und nicht zu langsam

Natürlich neigen wir dazu, wenn es ungemütlich wird, vom Gas zu gehen. Das ist keine schlechte Idee. Bei starkem Wind solltest du vorsichtiger fahren und zu allen anderen Verkehrsteilnehmern mehr Sicherheitsabstand wahren, zumal du nicht weißt, ob sie winderprobt sind oder ebenfalls kämpfen. Dennoch solltest du aber nicht zu langsam fahren, weil die ganze Fuhre dann kippeliger und windempfindlicher wird. Bekämpfe Seitenwind mit Fahrtwind, lautet die Devise. Starker Wind kann die unterschiedlichsten Dinge auf die Straße wirbeln. Mal kommt eine Plastiktüte von rechts oder ein Ast von links. Halte die Augen offen und fahre möglichst nicht genau in die Fallen hinein. Wenn du ausweichst, mache das mit Bedacht und vorausschauend und reiße nicht plötzlich die Maschine zur Seite.

Vorsicht auf der Autobahn

Bei starkem Wind solltest du die Autobahn meiden. Wenn du dennoch nicht darum herum kommst, mache dich innerlich schon einmal darauf gefasst, dass du ein wenig abgewatscht wirst. Wenn du aus dem Windschatten eines LKW heraus fährst, kannst du eine dicke Ohrfeige kassieren. Rechne damit, dass auch die anderen Verkehrsteilnehmer durch Wind und Windgeräusche unkonzentrierter sind. Auch die vielen freien Flächen neben Autobahnen können einzelnen Windböen mehr Anlauf und damit ziemliche Kraft verleihen. Behalte am Besten die Bäume und Sträucher am Straßenrand im Auge – sie zeigen dir, woher die nächste Klatsche kommt und du bist zumindest mental schon einmal auf die nächste Achterbahn vorbereitet.

Pause machen

Fahren bei Wind ist nicht nur körperlich anstrengend. Die Windgeräusche unterm Helm können auf Dauer ganz schön an den Nerven zerren. Du bist also schneller erschöpft, als bei schönem Wetter. Zudem sorgt der Luftzug dafür, dass du schneller auskühlst. Wenn dir also kalt wird oder du dich einfach nicht mehr wohl fühlst: Lege lieber eine kurze Pause ein.

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